Organisator

RV Brittnau

Der Ironbike 2008 – aus der Sicht einer sportlichen Familie aus Deutschland

 

Das Inserat im Magazin „Bike“ fällt sofort ins Auge. Aber was und wo ist der Ironbike? Die Antwort findet sich sehr einfach auf der inzwischen neu gestalteten Homepage. In der Schweiz, etwa auf halber Distanz zwischen Zürich und Bern, aber mitten auf dem Lande, liegt Brittnau. Start und Zielort des Ironbike. Dass von den Organisatoren verschiedene Strecken in unterschiedlicher Länge und in jährlich wechselnden Gegenden angeboten werden, ist für uns als Familie mit unterschiedlichem Leistungs- und Trainingsstand geradezu ideal. Und dass der Ironbike kein Rennen ist, macht das Ganze noch etwas sympathischer.

Am Vorabend werden die Räder und Sportkleider im Auto verstaut. Es gilt früh ins Bett zu kommen, denn die Anreise dauert etwa 3 Stunden und wir wollen spätestens gegen sieben Uhr morgens starten. Leider lassen sich bei uns zuhause keine ähnlichen Rundfahrten finden, so dass wir an weite Anfahrtswege gewöhnt sind. Wir kennen die Schweiz ja von diversen anderen Veranstaltungen her, wie etwa der Appenzeller-Rundfahrt oder dem Alpenchallange.

In Brittnau angekommen stehen genügend Parkplätze in der unmittelbaren Nähe des Starts zur Verfügung. Sogar für unser etwas grösseres Vehikel findet sich problemlos Platz. Nebst der 4 köpfigen Familie, den Rädern und dem Gepäck reist auch unser Vierbeiner „Balou“ mit. Die Anmeldung für die ganze Familie ist in wenigen Minuten erledigt. Rasch zur Toilette, die vom OK bereitgestellte Verpflegung fassen und dann geht’s ab auf die bestens ausgeschilderte Runde. Wir Eltern haben uns für die 180 Km entscheiden, die Jungs für die 100 Km Strecke. Unser 17jähriger Florian ist nach respektablen 3 h 50 Min bereits zurück in Brittnau; Marcel (16) lässt sich etwas mehr Zeit. Als Geniesser findet er immer wieder interessante und landschaftlich wunderschöne Ausblicke. Doch auch wir Eltern geniessen die Sonne und die Landschaft auf den grösstenteils verkehrsarmen Strassen die uns in den für uns noch unbekannten Kanton Solothurn führen. Genuss pur, sind wir versucht zu singen....

Wenn da nicht die Defekt-Hexe am Werk wäre. Es genügt nicht, dass wir einmal oder zweimal einen Platten Reifen einfangen, nein ganze dreimal schlägt sie zu, bevor auch der Mantel (Pneu) zerreisst. Aber dank den hilfsbereiten OK-Mitarbeitern auf dem Verpflegungsposten finden wir rasch ein Fahrradgeschäft, wo Ersatz aufzutreiben ist. Und weiter geht’s; wir lassen uns nicht unterkriegen. Langsam kehrt das Gefühl „Genuss auf dem Rennrad“ wieder zurück. Ein Blick auf die Uhr bestätigt, dass wir der Zeit definitiv etwas hinterherhinken und erklärt, weshalb wir die letzten Kilometer alleine fahren und keinen anderen Radler sehen.

Gute zwei Stunden nach offiziellem „Zielschluss“ treffen wir in Brittnau ein, wo nach wie vor ein Teil des OK an den letzten Arbeiten ist. Wir werden sofort willkommengeheissen und an den Tisch gebeten, der Grillmeister serviert vorzüglich mundende Bratwürste – auch für die herbeigerufenen Jungs – und wir können die Getränkespeicher gänzlich füllen. Gerne wären wir noch etwas geblieben, aber wir wollen heute noch nach Hause. Die Autofahrt dauert ja nur drei Stunden. Darum noch rasch unter die Dusche und dann geht’s heim. Bis zum nächsten Mal.

2008

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23.06.2008 / candy

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